Was Musik macht

mit unserem Gehirn, unseren Emotionen und unserem Körper

Was Musik macht

Musik begleitet uns Menschen seit Jahrtausenden. Sie erklingt bei Festen, in Ritualen, in stillen Momenten. Beim Tanzen, beim Sport oder einfach im Alltag. Doch Musik ist weit mehr als nur Unterhaltung oder Hintergrundklang. Was Musik macht, ist spannend. Sie hat eine tiefe Wirkung auf unser Gehirn, unsere Gefühle, unseren Körper. Und sogar auf unsere langfristige Gesundheit. Ob wir Musik hören, mitsingen oder selbst ein Instrument spielen, die Effekte sind vielfältig und erstaunlich.

Im Folgenden möchte ich dir zeigen, was Musik auf verschiedenen Ebenen bewirkt. Kurz-, mittel- und langfristig, und warum es sich in jedem Alter lohnt, Musik aktiv in das eigene Leben zu integrieren.

Musik und das Gehirn – ein echtes Feuerwerk

Sobald wir Musik hören, passiert im Gehirn etwas Außergewöhnliches. Verschiedene Bereiche beginnen gleichzeitig zu arbeiten. Das Hörzentrum verarbeitet Töne, Rhythmen und Harmonien. Das Sprachzentrum springt an, wenn wir Liedtexte hören oder mitsingen. Das Bewegungszentrum reagiert, wenn wir im Takt wippen oder tanzen. Das limbische System, das für Gefühle zuständig ist, wird stark aktiviert. Musik geht uns sprichwörtlich „unter die Haut“.

Neurowissenschaftler haben herausgefunden: Musik aktiviert mehr Areale im Gehirn gleichzeitig als fast jede andere Tätigkeit. Sie ist also ein echtes Gehirntraining. Selbst wenn wir „nur“ zuhören, vernetzen sich Nervenzellen neu. Das macht das Gehirn flexibler und leistungsfähiger – ähnlich wie Sport unsere Muskeln stärkt.

Musik und Emotionen – Herzöffner und Seelentröster

Fast jeder kennt das: Ein Lied kann uns sofort in eine bestimmte Stimmung versetzen. Manchmal reicht ein einziger Akkord, und Erinnerungen tauchen auf. Musik kann uns beruhigen, motivieren, trösten oder glücklich machen. Musik kann ebenso als Stimmungsaufheller dienen. Sie kann die Ausschüttung von Glückshormonen wie Dopamin anregen. Ein Lieblingslied kann uns genauso gute Gefühle schenken wie ein leckeres Essen oder ein Sonnenstrahl.

Ebenso ist es mit dem Stressabbau. Ruhige Musik senkt den Stresshormonspiegel (Cortisol) in unserem Blut. Deshalb nutzen viele Menschen Musik zur Entspannung, beim Einschlafen oder in der Meditation. Auch bei der emotionalen Verarbeitung gibt uns Musik Zugang zu Gefühlen, die wir manchmal nicht in Worte fassen können. Sie hilft, Trauer zu verarbeiten, Freude auszudrücken oder innere Spannungen loszulassen.

Musik ist also ein direkter Schlüssel zu unserer Gefühlswelt.

Musik und der Körper – Taktgeber für Bewegung und Gesundheit

Musik wirkt nicht nur im Kopf, sondern auch im Körper. Unser Puls, unser Atem und unsere Muskelspannung reagieren auf Klänge. Auswirkungen hat dies auf Herz und Atmung: Musik kann den Herzschlag verlangsamen oder beschleunigen. Ruhige Musik bringt den Körper in Entspannung, schnelle Rhythmen können uns beleben. Auch bei Bewegung ist dies wichtig: Musik aktiviert das motorische Zentrum im Gehirn. Deshalb fällt es uns leicht, im Takt zu tanzen oder beim Sport zur Musik motiviert zu bleiben. Ebenso kann Musik für die Schmerzreduktion genutzt werden. Studien zeigen, dass Musik Schmerzen lindern kann. Sie lenkt ab, beruhigt und setzt körpereigene Botenstoffe frei, die ähnlich wirken wie Schmerzmittel.

Selbst Musik machen – noch intensiver als Hören

So wertvoll das Hören von Musik ist, noch stärkere Wirkungen hat das aktive Musizieren wie Singen oder ein Instrument spielen. Für Konzentration und Gedächtnis: Beim Musizieren trainieren wir Aufmerksamkeit, Merkfähigkeit und Koordination. Ebenso die Feinmotorik: Instrumente wie das Saxophon, Klavier oder die Geige schulen die Hände und Finger, das ist bestes Training für das Gehirn. Musikmachen erlaubt uns, Gefühle kreativ auszudrücken. Das stärkt das Selbstbewusstsein. Und soziale Verbindung, wenn man in einer Gruppe musiziert. Dort erlebt man Gemeinschaft, Zugehörigkeit und gegenseitige Unterstützung.

Besonders spannend ist, Musizieren vernetzt die beiden Gehirnhälften intensiver als viele andere Tätigkeiten. Das heißt, die rechte und die linke Gehirnhälfte arbeiten verstärkt zusammen. Weil viele Fähigkeiten gleichzeitig gebraucht werden: Motorik, Gedächtnis, Konzentration, musikalisches Verstehen, Gehör usw. Das macht flexibler im Denken und Handeln – eine Fähigkeit, die wir in jedem Alter brauchen.

Kurzfristige Wirkungen – sofort spürbar

Ein Lieblingslied hören hebt die Stimmung in wenigen Sekunden.
Mitsingen beruhigt die Atmung und lockert die Muskulatur.
Ein Instrument üben fordert das Gehirn und bringt gleichzeitig Freude.
Schon wenige Minuten Musik können Stress senken und den Blutdruck regulieren.

Das bedeutet: Musik ist ein „Soforthilfe-Mittel“ – jederzeit verfügbar und ohne Nebenwirkungen.

Mittelfristige Wirkungen – nach Wochen und Monaten

Wenn wir regelmäßig mit Musik in Kontakt kommen, baut der Körper regelrechte Gewohnheiten auf.

Eine bessere Stressregulation. Wer täglich singt, musiziert oder bewusst Musik hört, reagiert gelassener auf Belastungen. Verbesserte Konzentration und Gedächtnisleistung. Besonders Kinder und Jugendliche profitieren stark davon, wenn sie ein Instrument lernen. Aber auch Erwachsene erleben diesen Effekt. Mehr Lebensfreude, Musik wird zu einem festen Bestandteil des Alltags, der Kraft und Motivation schenkt. Soziale Effekte. Wer in einem Chor oder Ensemble spielt, stärkt Freundschaften und soziale Bindungen.

Langfristige Wirkungen – Gesundheit im Alter

Einer der spannendsten Bereiche ist die Musik und die Gesundheit im Alter. Die Forschung zeigt:

– Demenzvorbeugung: Musik hält das Gehirn fit und kann das Risiko für Demenz senken. Selbst Menschen mit bereits eingeschränkter Gedächtnisleistung profitieren: Sie erinnern sich oft leichter an Lieder als an Worte.

– Beweglichkeit: Tanzen oder Rhythmusübungen fördern Koordination und Balance. Wichtig, um Stürzen vorzubeugen.

– Lebensqualität: Musik bringt Freude, Zugehörigkeit und Sinn, auch in schwierigen Lebensphasen.

– Emotionale Stabilität: Musik hilft, Gefühle zu regulieren und Einsamkeit entgegenzuwirken.

Musizieren ist also eine Art „Jungbrunnen“ für Körper, Geist und Seele.

Musik als Lebensbegleiter – in jedem Alter wertvoll

Ob Kind, Erwachsener oder Senior, Musik passt in jedes Lebensalter. Bei Kindern fördert Musik die Sprachentwicklung, Kreativität, Motorik und soziale Fähigkeiten. Für Erwachsene gilt, Musik bietet Ausgleich zum Alltag, stärkt die Konzentration und schenkt Freude. UND hält fit, körperlich wie geistig. Bei älteren Menschen: Musik erhält geistige und körperliche Beweglichkeit, bringt Erinnerungen zurück und unterstützt das seelische Wohlbefinden.

Warum gerade Saxophon lernen?

Das Saxophon ist ein Instrument, das Körper und Seele gleichermaßen anspricht. Der Atem spielt eine zentrale Rolle – das stärkt Lunge, Ausdauer und Körperbewusstsein. Der warme Klang berührt unmittelbar die Emotionen. Das Saxophon ist vielseitig. Es kann sanft und beruhigend klingen oder kraftvoll und mitreißend. Schon Anfänger erleben schnell Erfolgserlebnisse, da einfache Melodien bald möglich sind. Wer Saxophon lernt, trainiert also nicht nur Technik, sondern erfährt auch die wohltuende Kraft des Atems, der Konzentration und des kreativen Ausdrucks.

Fazit – Musik als Schlüssel für Gesundheit und Lebensfreude

Doch auch für andere Instrumente und das Singen gilt: Musik ist weit mehr als ein angenehmer Zeitvertreib. Sie ist Nahrung für das Gehirn, Balsam für die Seele und Medizin für den Körper. Ob wir zuhören, mitsingen oder selbst spielen – Musik schenkt uns Lebensenergie, Gelassenheit und Freude.

Kurzfristig bringt sie Entspannung und gute Laune. Mittelfristig stärkt sie Konzentration, Stressbewältigung und soziale Kontakte. Langfristig unterstützt sie Gesundheit und Lebensqualität, besonders im Alter. Siehe auch den Beitrag Was ist Musik?

Und das Beste: Jeder kann sofort damit beginnen. Einfach deine Lieblingsmusik hören, mitsummen oder ein Instrument in die Hand nehmen. Wer ein Instrument erlernt, gewinnt nicht nur eine neue Fähigkeit, sondern auch einen treuen Begleiter durchs Leben. Und oft auch neue Menschen dazu, die ein Interesse, eine Begeisterung teilen.

Musik ist eine Investition in unser Wohlbefinden – heute, morgen und im hohen Alter.

Wenn dich dies interessiert, sei es als Eltern-Kind-Kurs, in einer Musiktherapie oder das Erlernen eines Instrumentes, dann sprich mich gerne an. Kontakt